NSU Motoräder ganz vorn

 

Classic Rennen in Nals    Oldtimerfestival am Nürburgring 24.06.-25.06.2006

Delphin III wieder in Bonneville / Salt Flats    100 Jahre TT auf der Isle of Man

Eine Bullus packt aus / Langenburg Historic 11.04.-13.04.2008

Rennwochenende in Varano 16.05.-18.05.2008

Classic Rennen in in Nals 30.05.-01.06.2008  

 

 

Eifeler NSU Freunde in Italien beim Classic Rennen in Nals

Dieses vom Oldtimer Club Südtirol ausgeführte Bergrennen, hat mit seiner

7.Auflage bereits einen Kultstatus in der Oldtimer Szene. Viele Raritäten sind dort

im offenen Fahrerlager zu sehen, deren Besitzer nicht mehr bei den

Materialzehrenden Rundstrecken Rennen anzutreffen sind. In Apfelhainen und

Weinbergen wunderschön  zwischen Bozen und Meran gelegen, kommen die

meisten Fahrer sicherlich nicht wegen der Stecke, sondern wegen dem

Paradiesischen Ambiente.

oben im Bergrestaurant,DDR Werksfahrer Heinz Rosner,Heiner Butz

und Ernst Hiller, einst Konkurenten 

heute über 70 und noch voller Tatendrang.

 

 

 

 

Nach dem Start im Tal an der Schwanburg erwarten einen hunderte von Kurven und

zum Teil sehr starke Steilstrecken, bei dem Mann und Maschine extrem gefordert

ist.

Peter Held mit der Sportmax am steilen Berg

Im Ziel mit herrlichem Ausblick auf Gletscher und die Dolomiten angekommen ,wird

jeder Fahrer mit Italienischer Küche und soweit er will mit Wein verwöhnt, und das

über mehrere Stunden.

Denn einen Rückweg gibt es erst wenn alle oben angekommen sind. Klar das dort

jeder einmal dabei sein will, der ein altes Motorrad sein eigen nennt.

Nachdem Wolfgang Schneider in einem der berühmtesten Classic

Motorrad-Rennteams der Welt als Mechaniker und Fahrer schon 2004 und 2005

dabei war, wurde für dieses Jahr der Auftritt von 3 berühmten NSU Motorrädern dort

geplant.

Rennmax fast oben angekommen.Hinter der Leitplanke geht es hunderte von Metern abwärts

Am Mittwoch den 24.Mai starteten unsere Clubmitglieder Peter Held und Familie

Wolfgang Schneider und Ehrenmitglied Heiner Butz zur langen Reise über die

Alpen nach Südtirol. Im Transporter waren neben BMW und DKW Rennmaschinen

eine NSU Bullus Rennmaschine von 1932 sowie im Rennanhänger eine Sportmax

und die Rennmax Blauwal.Bei diesem ersten Event in der Saison wurde im Vorfeld

geputzt und geschmiert, vor allem mußten für die teilweise 18% steile

Bergrennstrecke die von 300 auf fast 1000 Meter befahren werden mußte,

entsprechende Ritzel und Kettensätze angefertigt werden. Durch den erneuten

Wintereinbruch in der Eifel (Ende Mai) konnte nur auf dem Leistungsprüfstand

getestet werden und das auch zur späten Stunde zum Leidwesen der Einwohner

Bleckhausens.

Als Fahrer für die Motorräder waren Teambus-Trucker Peter Held auf der Bullus,

Wolfgang Schneider auf der Sportmax und Ehrenmitglied Heiner Butz auf der

Rennmax vorgesehen .

In Italien angekommen wurde zuerst einmal das Zelt für Peter gemeinsam

aufgebaut, der mit Hilfe von Cola und Red Bull 24 h auf den Beinen und am Steuer

war. In Deutschland herrschte Verkehrschaos wegen Ferienbeginn einiger

Bundesländer. Außerdem verzögerte sich die Abreise um  Stunden, weil an Peters

NSU noch der Zündmagnet den Geist aufgab und gewechselt werden mußte.

Nach einer verdienten Pause am Vatertag bauten wir dann die NSU´s im

vorgesehenen Zelt des Veranstalters auf. Während die anderen 260 Starter auf

dem Campingplatz ihren Maschinen aufstellten, waren hier die Exclusivsten

Maschinen der Ehrengäste aufgestellt. Darunter die Werksmaschinen von Gilera,

MV Agusta und Moto Guzzi, was die Italiener besonders entzückte. Zusammen mit

dem Team Marewski hatten wir 20 Maschinen dort stehen,die Prominenten

nicht- NSU Fahrer waren Jim Redman 6 facher Weltmeister aus Südafrika,Dieter

Braun 2 facher Weltmeister aus Deutschland sowie Ernst Hiller 6 facher Deutscher

Meister und Lothar John 2 facher Deutscher Meister. Außerdem startete zusammen

mit uns der ehemalige NSU Sportmax Fahrer Dieter Busch.Er holte als Konstrukteur

seiner selbst gebauten Gespanne 6 Seitenwagen WM Titel mit den Fahrern

Enders/Engelhard usw.

Heiner Butz trainiert mit seiner Norton,

sitz passt hat Luft und das schon seit 1964

Neben unserem 3 fachen Deutschen Meister Heiner Butz startete auch der

ehemalige NSU Rennfahrer Roland Heck aus Stuttgart auf einer Werksgilera bei

uns. Roland hatte als einer der ersten eine NSU Sportmax und wurde Vize Meister

damit. Außerdem konnte  er nach vielen Siegen auf dem NSU Sportprinz in den

60er auch damit Tourenwagen Vize Meister werden. Roland gewann unter anderem

auf Sportprinz mehrfach seine Klasse auf dem Nürburgring beim 6 Stunden

Rennen.

Alle Maschinen liefen gut, Wolfgang hatte auch alle anderen nicht NSU Maschinen

zu warten und zu starten, dabei waren ihm seine NSU Freunde Peter und Markus

Halter stets eine große Hilfe. Natürlich war auch Söhnchen Alex Schneider ständig

mit Öl verschmiert, er hatte zudem im Fahrerlager mit seiner Kinder Cross Maschine

dafür gesorgt, das dort an einigen Stellen so schnell kein Gras mehr wächst. Die

Frauen des Teams erfreuten sich während dessen einer Shopping Tour durch

Merans Innenstadt.

Bei bis zu 30 Grad im Schatten ließ es sich aber auch bis Mitternacht draußen

feiern.

Heiner setzte mal wieder die schnellsten Zeiten mit der Rennmax die nach dem

Unfall von Ruppert Hollaus von 1954 zum ersten mal wieder in Italien zu sehen war.

Erstaunlich war die hohe Anzahl von Italienischen NSU Fans,und der Anzahl der

NSU Motorräder .

Fahrerlager Idlle. Mit der Kawa trainierte Peter heimlich außerhalb der Streckensperrung

Praktisch war die Tatsache, das der Kommissar der Technischen Abnahme mit

einer Strassen Max dort anreiste ,und der vor lauter Glück eine Rennmax prüfen zu

dürfen fast nicht mehr von Sattel herunter zu bekommen war.

Am Montag den 29. Mai ganz in der Frühe mußten wir leider von diesem

Paradiesischen Flecken Erde die Rückreise antreten, weil ja für jeden zuhause

wieder die Pflicht ruft. Ausgepackt werden muß nicht den am kommenden

Pfingstwochenende geht es nach Tubbergen Holland zu einem weiteren Rennen.

Doch davon später mehr!

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EIFELER NSU FREUNDE AM RING

Am 24-25.Juni fand bei herrlichem Wetter die 2.größte Oldtimerveranstaltung

auf der größten und schönsten Rennstrecke der Welt statt.

 

Nach dem wunderschönen NSU Treffen in

Neckarsulm, waren hier unter anderem die

Fahrer der NSU Trophy unter dem Motto

"Kampf der Zwerge" zusammen mit ihren

ehemaligen Rivalen Fiat und Mini am Start.

Unser Clubmitglied Rainer Österbeck

wird sicherlich aus dem Cockpit in der

Rubrik "Ein Prinz gibt Vollgas" berichten. 

 

Wer das als Prinz Fahrer nicht gesehen hat ist selber Schuld.

Sogar Bill Allen, ehemaliger US Champion auf NSU TTS 1969 war aus Californien

angereist, um sich diese einmalige Serie anzusehen. 

Quartier fand er natürlich bei den Eifeler NSU Freunden im nahe gelegenen

Mannebach.

 

Die NSU Motorräder haben große Siege am Ring gefeiert. Da das Team Classic

Motorcycles (Wolfgang Schneider) bei der Vintage Nürburgring 5 Maschinen aus

den Jahren 1931-1939 genannt hatte, fanden sich sofort einige Ortsansässige

Clubmitglieder, die mithelfen wollten. 

Es waren dabei 150 Rennwagen und Motorräder bis Baujahr 1939 zugelassen, die

jeweils Samstags und Sonntags 2 Stunden die Nordschleife und einen Teil der

Südschleife befahren sollten.  

 

Die Hilfsbereitschaft war so groß, das

Kurzfristig auch zusätzlich im neuen

Fahrerlager eine Ausstellung von

Nachkriegsmotorrädern realisiert werden

konnte. Vielen Dank an dieser Stelle dem

Veranstalter, der das kurzfristig

realisierte und zumindest den Helfern VIP Karten mit Verpflegung spendierte.

 

Bei der"Vintage" ( Nur Vorkriegfahrzeuge) war Thomas Berger mit seiner 600er 

NSU Bullus und Heiner Butz auf einer 500er Bullus am Start. Diese Maschinen

haben von 1930 bis in die 50er Jahre die Rennen am Ring bestritten. Wolfgang

"mußte" DKW und BMW für einen Sammler fahren, und weitere Maschinen

vorbereiten.

 

Peter Held als Mechaniker und Onkel Jupp als Fotograf und Mädchen für alles

hatten mächtig viel zu tun. Vor allem neben dem Bentley VIP Zelt mußte ja das

Zelt mit den anderen Rennmaschinen auf und abgebaut, und vor allem bewacht

werden.

Geschmückt mit unseren Vereins Logos und Schautafeln, war dieser Stand sehr gut

besucht, und sicherlich als Werbung für den Club bestens geeignet. Der direkt

neben uns platzierte Bentley den Le Mans Sieger von 2003, dies  passte gut zum

Gesamtbild, und lockte so unbewußt auch nicht NSU Kenner zu uns.

Dort konnte man folgende Raritäten bestaunen: 

1 SPORTMAX Replika 250,  2 Originale SPORTMAX mit Vollverkleidung wie sie 1954

WM Sieger waren, 1x Rennmax Blauwal WM Sieger von Werner Haas von 1954 ,

1 DKW Werksmaschine RM 125, 1xSCHNELL HOREX 350 die sehr selten ist und 1952

Deutscher Meister war, 1x BMW RS 54 , eine absolute Rarität und als

Seitenwagenmaschine 15 mal Weltmeister, 1x KÖNIG GP 500 in Berlin 1973

gebaut vom Vizeweltmeister Kim Newcombe aus Neuseeland. Die berühmtesten

Deutschen GP Maschinen waren also versammelt wie nirgendwo sonst.

 

Dazu Tomas Berger´s wunderschöner NSU Rennbus und Wolfgang´s

Rennanhänger, an den Onkel Jupp seine 98er Quick anlehnte.

Mario und Stefan wechselten sich als Standwache ab während  im Fahrerlager

kräftig geschraubt, und ganz ungewohnt für Oldi Rennen häufig Nachgetankt

werden mußte. Die beiden NSU liefen perfekt, während(wie schon früher) manche

anderen Fabrikate nach und nach den Geist aufgaben. Auch Wolfgang mußte in

der letzten Runde in Breitscheid die DKW zur Seite stellen, allerdings war diese

Maschine mit Kompressor für Ihn eine große Freude bis dahin. Ohne Bordfunk

ausgestattet, schwitze er fast 2 Stunden im Lederkombi, bis der Abschleppwagen

endlich kam. Andere freundliche Motorradfahrer gaben ihm bis dahin zu trinken

und Werkzeug um evtll. doch noch ins Ziel zu kommen.

 

Nachdem wir die Prinzen auf der GP Strecke in Aktion bewunderten, gab es im

alten und neuen Fahrerlager viele NSU Benzingespräche mit den Zuschauern, die

trotz Fußball WM zahlreich vorhanden waren.

Sonntags tauschte Wolfgang die DKW gegen eine 500er BMW von 1939. Nach 3

Runden zerbröselte die Hardy Scheibe der Kardanwelle, daher mußte er vom

Schwalbenschwanz an im Standgas zur Box tuckern. Da noch eine ganze Stunde zu

fahren war, schmuggelte er sich an der Nordschleifen Auf und Abfahrt zwischen

Döttingen und Nürburg heraus und erreichte über die Öffentliche Strasse das alte

Fahrerlager über das Offene Tor bei ZAKSPEED. Leider hatten Jupp und Peter so

viel im alten Fahrerlager zu tun, und noch nicht die "neuen" alle ausgeladen.

Wolfgang   wäre um nicht aufzufallen mit der BMW von 1954 weiter gefahren.

Seine Vollverkleidete SPORTMAX stand noch da, würde aber nicht zu Vorkrieg

passen. Nach kurzer Überlegung aber war die Sucht  größer. Er wußte das

Ölwechsel gemacht war, und im Tank sollte noch etwas drin sein von der letzten

Veranstaltung. Ohne Zeit zu verlieren also schob er das Ding an und fuhr durch

Nürburg bis zum Tiergarten. Schwein gehabt, Polizei war so früh am Morgen noch

nicht präsent. Dort wechselte er die Warmlaufkerze gegen die Rennkerze, zum

Glück ist an der Sportmax der Schlüssel und die Kerzen an der Verkleidung

montiert. 

Einige Leute guckten blöd als dieses" Moderne" Gerät plötzlich zwischen

den Methusalem Maschinen herangebraust kam. Es wurden drei Runden, die für

Wolfgang eine wahre Freude waren, vor allem ab der Döttinger Höhe als die

Vollverkleidung die Max wie vor 50 Jahren als H.P.Müller den GP von Deutschland

gewann und später mit seiner Max Weltmeister wurde, so richtig für Top Speed

sorgte. Es war bisher noch keine SPORTMAX mit dieser ab 1957 verbotenen

Verkleidung mehr gefahren, und die Übersetzung passte zufällig haargenau. Dann

aber erinnerte sich Wolfgang das er vor Jahren einmal beim Training mit dem NSU

TT beim 500 km Rennen am Kesselchen, und beim 300km Rennen am Karussel

ohne Benzin liegen blieb. Dazu hatte er heute keine Lust.

Als er Onkel Jupp in der Hatzenbach mit der Video Kamera sah, stoppte er kurz

damit Jupp ihn einen 5 Liter Kanister besorgen sollte. Bis zur nächsten Runde

sollte er es schaffen, dann würde nachgetankt. Jupp war die ganzen Tage mit

seiner 98er Quick unterwegs, und damit unheimlich mobil. Leider reichte es nicht

mehr erneut bis zur Hatzenbach, am Sprunghügel vor dem Planzgarten stotterte

der Motor, und Wolfgang´s "NORDSCHLEIFE OHNE BENZIN DIE 3." war perfekt. Die

zahlreichen Zuschauer hatten natürlich "alle" keinen Kanister dabei (wen

wundert´s bei den Preisen?) oder fuhren DIESEL Fahrzeuge.

 

Nach einer Weile erbarmte sich ein Motorradfahrer und fuhr zum Fahrerlager um in

der Box Bescheid zu geben. Ein 2. kaufte auf der Döttinger Höhe einen neuen

Reservekanister und Sprit. Als Wolfgang die Sportmax betankt hatte und der

Kanister über den Zaun war, kamen auch Jupp und Peter herbei und bezahlten

dem freundlichen Mann die Rechnung.

Mittags wurde die Südschleife, oder das was von ihr übrig ist befahren. Heiner

Butz hatte seine Freude daran, er hat ja dort seine größten Siege gefeiert bis

diese gefährliche Strecke nach vielen tödlichen Unfällen Ende der 60er Jahre nicht

mehr befahren wurde.

Nachmittags durften dann plötzlich auch offiziell vom Veranstalter als Dank für

die schöne Ausstellung die neueren Maschinen beim 2 Runden Korso gestartet

werden.

Da Stefan bereits zuhause war, konnten überaschend Mario und Peter mit 

2 SPORTMÄXEN über die GP Strecke fahren. Heiner Butz erhielt eine weitere

Sportmax und ein weiterer Bekannter dessen Bullus. Onkel Jupp durfte mit dem

Renntransporter und NSU Rennanhänger hinterher fahren, was den Zuschauern

sichtlich Freude gemacht hat. Zwar bremste ein Pace Car unseren Drang nach

Geschwindigkeit, aber das war sicherlich allen beteiligten egal, zumal man mit

einer Hand winken konnte.

Alles in allem ein gelungenes Wochenende, und wer behauptet immer 

NSU VERRECKT IM NU?

Vielleicht sollte man das Angebot wahrnehmen und nächstes Jahr im Markenclub

Areal für jeden NSU Fahrer ein Treffen beim Oldtimer Festival organisieren. Dieses

befindet sich nun auf Beton wo früher die Kartbahn war und nicht in der

Pampa, wo wir uns vor 10 Jahren beim Oldtimer GP ärgern mußten. Das ist billig

und enthält die Eintrittskarte. Einige NSU waren schon anwesend.

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Delphin III nach 50 Jahren wieder in Bonneville auf den Salt Flats/Utah/USA

 Gedenken des Weltrekords auf NSU von Wilhelm Herz am 04.08.1958

 Erlebt und dokumentiert von Peter Held aus Sickenhofen

 

Am Dienstag den 29.08.2006 begann ich die wohl aufregendste Reise meines Lebens . Wir waren ein Team von sechs Mann , die alle nur ein Ziel hatten : Die Salt Flats in Bonneville . Gigantisch , sag`ich euch ! Am Anfang hatten wir einige Probleme . Erst bekamen wir das Motorrad nicht  weil die Zollpapiere nicht da waren und die Gasflaschen wollte uns auch keiner auffüllen . Aber das größte Problem löste sich auf eine ganz besondere Weise . Wir suchten verzweifelt nach einer Firma die uns in unseren Adapter ( um die Gasflaschen auffüllen zu können  ) ein Zollgewinde schneiden konnte . Nach langem hin und her fanden wir einen Deutschen der 1954  , im Alter von 12 Jahren , nach Amerika ausgewandert war und aus Mannheim stammte . Nun lief alles wie von allein .

 

Sonntags bauten wir dann das Fahrerlager auf . Die Amis waren echt begeistert als sie unseren  NSU Delphin III sahen . Montags morgens machten mein Teamkollege Winni Ostheimer und ich die Maschine technisch startklar und ließen ihren sonoren  Sound erstmals erklingen

 ( was für ein Hochgefühl ) . Heinz Herz fuhr dann neben dem Fahrerlager  ein paar Testläufe,  begleitet von Film und Kamera . Am späten Nachmittag schnitten wir aus Sicherheitsgründen ein großes Loch in die Windschutzscheibe , um eine bessere Sicht während der Fahrt zu gewährleisten . Das musste ich allerdings spontan im Hänger fertig stellen , da innerhalb von sieben Minuten ein heftiger Sturm aufzog , der die Sicht auf ca 10 Meter begrenzte ( krass ! ).

Ach ja , und nebenbei sahen wir noch wie ein streamliner mit 540 km / h an uns vorbeibrüllte. Bei dem Anblick ist mir nur noch auf hessisch eingefallen :

,, Mer falle glei die Kligger aus de Hos ,, .

Am Dienstag ist es dann soweit : Heinz Herz muß auf die Bahn . Das heißt , zwei Mann am Start und zwei Mann am Ziel , die ihn dann auffangen , wenn Heinz zum vereinbarten Punkt fahren sollte – aber dazu später . Als Heinz ins Ziel kam riss er beide Arme in Siegerpose nach oben . Er ließ auf dem Weg zurück ins Fahrerlager seinen Emotionen freien Lauf und ich war einfach nur stolz . Danach waren wieder viele Fotos angesagt . Gegen Nachmittag machten Winni und ich einen großen Check der Technik . Alles war in Ordnung . Wir waren glücklich und verpassten fast Chris Car , wie er mit seinem streamliner  den absoluten Motorrad-Weltrekord von 568 km/h fuhr . Wahnsinn ! Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und andere streamliner kamen angereist .

 

Mittwochs war zunächst warten angesagt weil die anderen streamliner jetzt gegen die Zeit fuhren und wir erst Mittags an die Reihe kamen . Das bot uns die Möglichkeit die anderen Motorräder sowohl auf der Strecke als auch im Fahrerlager genauer zu beäugen ( TÜV ? Was ist das ? ) . Dann gings los . Winni und ich fuhren mit dem Pick Up inclusive Hänger zur achten Meile , dem ausgemachten Punkt ! Als dann Herz mit vollem Speed an uns vorbei fuhr waren wir geschockt . Ohne zu überlegen rannten wir zum Pick Up und rasten Heinz wie gestochen hinterher . Heinz merkte erst jetzt , als die neunte Meile in Sichtweite kam , da ist ja keiner mehr der ihn fangen könnte . Er versuchte dann aber geistesgegenwärtig neben der Strecke einen großen Bogen zu fahren , was nicht so leicht war , da das Salz dort sehr uneben ist und leicht zum Sturz führen kann . Wir konnten unseren Ausreißer dann aber glücklicherweise doch noch in allerletzter Minute einfangen , da er ansonsten umgefallen wäre . Solange er in der Maschine steckt ist weder in der Lage alleine zu starten  noch alleine anzuhalten . Die Erleichterung war riesengroß als die Maschine sicher in unseren Händen war und er wohlbehalten aussteigen konnte . Nach vielen Fotos und Filmaufnahmen ging der Tag zu Ende und wir waren geschafft .

 

Das Fahrerlager bauten wir dann Donnerstags nach und nach ab und ließen uns noch etwas von der tollen Atmosphäre begeistern . Im Nachhinein war alles viel zu kurz , aber das sind die Momente die man nie mehr vergisst und wenn man noch so alt wird .

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100 Jahre TT  auf der Isle Of Man

 

EIFELER NSU FREUNDE mit NSU Maschinen beim Jubiläum in der Irischen See.

Am 1.Juni 2007 fuhren Peter Held, Heiner Butz und Wolfgang Schneider mit 5 NSU Rennmaschinen und weiteren Exoten(insgesamt 12) aus Deutschland und Italien und den Rennfahren Heinz Rosner und Ernst Hiller zum Event des Jahres.

100 Jahre TT, dort wo NSU Motorsportgeschichte geschrieben hat.2x 2. Plätze 1953 und am Ende die Doppelweltmeisterschaft.

1954 erneut Doppelweltmeister, gewann NSU die 125er Klasse und einen 4 Fach Sieg in der 250er Klasse. Von 1955 an wurden die Sportmäxe 3x Dritter und holten viele weitere Replikas (Preise) die es in Gold Silber und Bronze auch über den 15. Platz gibt.

Eine unglaubliche Zahl von Besuchern aus aller Welt bestaunte zum Teil erstmals die Rennfox, Rennmax, und Original Sportmäxe seit 50 Jahren auf der Insel. NSU und heute AUDI entnahmen das TT(Tourist Trophy) Logo für ihre sportlichen Autos.

 

Zunächst einmal zur Einleitung wer die Isle of Man nicht kennt:

1907 wurde auf dem St. Johns Kurs im Süden der kleinen Englischen Insel zwischen Irland und Schottland das erste große Rennen mit Motorrädern gestartet. Es wurde von einer Norton mit Peugeot Motor gewonnen .Die Fahrradähnlichen Maschinen wurden nur in 1 oder 2 Zylinder Klasse unterteilt, also nicht in ccm wie es bis heute der Fall ist. Es waren bereits NSU Motorräder dabei, und in der Einzylinder Klasse gewann ein solches den 5. Platz. Bis zum ersten Weltkrieg konnten NSU Motorräder gute Platzierungen erzielen ,wenn es auch für Nichtengländer sehr schwierig war den Kurs zu erlernen  . Ab 1919 jedoch waren Deutsche Produkte bis etwas zur Mitte der 30er Jahre Chancenlos. Wegen der Einschränkungen, die der verlorene Krieg und die Wirtschaftskriese mit sich zog, war in der Deutschen Industrie für Neuentwicklungen kein Raum. Vor allem die Englische Motorrad Industrie war uns in den 20er Jahren Haushoch überlegen. NSU bemühte sich deshalb  um den Englischen Kontrukteur Walter W.Moore, der das Ruder in Neckarsulm ab 1930 herumwarf.

 

Mit der Königswellen NSU „Bullus“ konnte NSU sich Mitte  der 30er Jahre unter die ersten 10 platzieren, aber erst Ewald Kluge wurde 1938 als erster Deutscher auf DKW Kompressor in der 250er Klasser Sieger.

Georg Meier auf BMW 500 Kompressor gewann 1939 die erste Senior TT als nicht Engländer auf einer nicht Englischen Maschine. NSU fiel mit allen in der 350er und 500er Klasse gemeldeten NSU Kompressor Maschinen 1939 aus.

 Das TT Rennen ,seit 1949 im WM Kalender aufgenommen, und die Maschinen wurden immer schneller und dadurch gefährlicher. Seit 1912 wurde auf dem ca. 60 km langen Mountain Kurs gefahren, der bis heute fast unverändert die Massen fasziniert.

Werner Haas fuhr in Rekordzeit von über 90 Meilen im Schnitt 1954 zum Sieg.

1957 erreichte Mc Intyre auf einer 500er Gilera die 100 Meilen Rekordmarke (ca. 160 km/h) für die im Durchschnitt gefahrene Runde.

Durch das unaufhaltsame Wettrüsten der Werke erreichte Mitte der 50er Jahre Bill Lomas auf einer V 8 Moto Guzzi 500 auf dem langen Bergab Stück die unglaubliche Geschwindigkeit von fast 300 km/h.

Mitte der 70er boykottierten die WM Fahrer wegen der vielen schrecklichen Unfälle die TT, deren Sicherheits Zonen fast überall scharfkantige Bruchsteinmauern, Hausecken oder Bäume sind .

Der Weltverband reagierte weil niemand die Strecke umbauen wollte oder konnte , deshalb verlor die TT den GP Status. Die Fans und viele der Rennfahrer haben jedoch das Rennen bis heute wenn auch ohne Wertung in der Strassenweltmeisterschaft am Leben gehalten. Mittlerweile sind es die Superbikes die mit einem Rundendurchschnitt von über 200 km bei einer Top Speed von 350 über die schmalen Straßen und zahlreichen Ortschaften rasen. Sicherlich sind die 14 Tage wenn die TT ausgetragen wird für die Inselbewohner eine große Wirtschaftliche Einnahmequelle, denn über das Jahr ist dort nicht viel los. Möglich sind diese Straßenrennen, die übrigens im Mutterland England verboten sind, weil es auf der Isle of Man „eigene Gesetze“ gibt. Das Dreibein Symbolisiert die Eigenständigkeit“ werfe es um, es steht immer auf einem (eigenen)Bein! “ Die Katzen haben dort keine Schwänze, und es gibt eine eigene Urzeitsprache und Schrift, das „ Manx Gaelic“

Zwar gehört man zu England, kann aber dort anscheinend machen was man will. Sogar die Pfund Noten tragen das Dreibein, und auf den Geldmünzen sind Rennmotorräder geprägt. Leider muss man dieses Geld aber auch dort wieder alles ausgeben, weil das Manx Geld in England nicht akzeptiert wird. Daran sieht man zum Beispiel weshalb diese Insel anders ist als alle anderen Inseln. Dort werden Abends jede Menge „Burnouts“ (Reifen abfackeln)oder Wheelies auf der Promenade gemacht, die Polizei schaut dabei munter zu.Party ist Abends an jeder Ecke, und das Peel Rock Festival  deklassiert“Rock am Ring“ fast zur Dorfkirmes, zumindest scheint es wegen der verstopften schmalen Strassen so.Besonders beliebt ist von den Bikern Abends die Promenade beim „Bushy´s Bierzelt“ wo jede Menge Stuntshows und Action garantiert ist.

Hier nun unser Bericht von unserer „TT 2007“ Peter und ich waren bereits 2004 dort, und konnten uns deshalb etwas besser zurecht finden als unsere „Rookies“:

 " Braungebrannt, Ohren Taub von Live Musik und Bikes, Alles prima gelaufen"am 11.Juni zurück daheim!
Also, die Anreise war etwas abenteuerlich Mit 3 Transportern und 2 Anhängern sind wir zunächst am Freitag Abend 12 Stunden von Rotterdam bis zum nördlichen Hull per Mammut Fähre geschippert.

Dort galt es trotz der Anhänger schnellstmöglich von der Ost zur Westküste das Land zu durchqueren. Die 240km haben wir problemlos zurück gelegt, aber dann begann das Dilemma. Per E-Mail hatten wir die Nachricht bekommen, der Gouverneur der Isle of Man hätte uns die Überfahrt verbindlich gebucht. Am Fährhafen wüsste jedoch niemand etwas davon, bzw gab es für Rosner und seinen Kumpel nur ein Rückticket 11 Tage später, hin sollte er anscheinend schwimmen. Aus Solidarität bestanden wir darauf nur zusammen  mit unserem Freund überfahren zu wollen, der zwar perfekt Russisch, aber kein Englisch spricht.

 Wir wurden hin und her geschickt ,stellten uns in Schlangen tausender wartender Motorradfahrer an und verzweifelten fast. Erst nach einem Wutausbruch am Ticketschalter und mehreren Telefonaten, schien ein Licht am Horizont als einige von uns schon wieder lieber nach Hause umkehren wollten. Allerdings sollte es erst um Mitternacht weitergehen. Wir suchten die nächste Kneipe auf und bei gutem Essen und Trinken verblasste die Aufregung wieder.

Wir stellten uns wieder stundenlang in die Reihe der TT Fans, und nahmen nun unser Glück selbst in die Hand. Trotz angeblich schon seit einem Jahr ausgebuchten Fähren klappte es.

 Statt der gebuchten Schnell Fähre Mittags, sind wir Mitternachts auf einem Seelenverkäufer der statt 2h - 6 Stunden gebraucht hat, in Haysham gestartet.  Ihr könnt Euch vorstellen was dort am Hafen los war.100000 Autos und Motorräder wollten auf einer Handvoll Fähren rüber...

 Eine Woche zuvor mussten 5000 Biker abdrehen. Uns ging es besser, aber zunächst mussten wir auf unserem Rumänischen Dampfer 7 Stunden ankernd die Promenade von Douglas, der Hauptstadt der Isle of Man aus 500 Meter Entfernung ansehen, weil ohne jeden ersichtlichen Grund die Einfahrt in den Hafen verwehrt wurde.

Eigentlich war an diesem Sonntag geplant in Castletown Technische Abnahme zu machen und eine Ausstellung der Maschinen am Marktplatz.

Sorry, wer uns dort vergeblich gesucht hat.

 Die Seeleute haben uns aber mit ihren eigenen Vorräten versorgt und die Herren Rennfahrer (Rosner, Hiller, Butz) erzählten uns "jungen"von alten Zeiten. Besonders spannend waren die Geschichten von dem ex DDR Motorrad Star Heinz Rosner, der als einziger 6 mal bei WM Läufen auf der TT bis 1968 und 3. der Weltmeisterschaft war....

Endlich gegen Mittag glücklich gelandet haben wir am“ Bray Hill“, der langen Bergab Geraden nach Start und Ziel unser Haus bezogen, perfekt für uns da der Paddock zu Fuß zu erreichen war. Wir hatten eine große Luxus Villa ganz für uns alleine bekommen, was die Stimmung deutlich hob.

Vom Tourismus Minister wurde das Team CLASSIC MOLTORCYCLES Wolfgang Schneider eingeladen, und hatte folgende berühmten TT  Maschinen dabei:

1x NSU Rennmax, 1x NSU Rennfox, 3x NSU Sportmax ,1x BMW RS 500, 1x Gilera Quattro von Willi Marewski , Bianchi 500 von Heiner Butz ,1x DKW SS 250 K  1x DKW SS 350 1x MZ 250 und1x  350 von Heinz Rosner.

Diese wurden mit entsprechenden  Info Tafeln  im Fahrerlager ausgestellt.
Der berüchtigte“ Mad Sunday“(dort können alle (verrückten) auf der Rennstrecke fahren, bei 100000 normalerweise ein Desaster) war relativ verregnet und der Mountain Kurs daher gefahrlos von uns Touristen im VW Bus zu umrunden. Heiner und Ernst, sowie Peter und Willi Marewski prägten sich als „Newcomer“ die Strecke ein, soweit das möglich war.

 Von da ab ging es bergauf, schönstes Wetter, jede Menge Fans im Fahrerlager bei uns am Stand"German GP Bikes" Dienstags wurde die „Lap of Honour“ gestartet. Papierkram und Abnahme klappten prima. Heinz Rosner mit der Werks MZ durfte als erfahrenerer TT Fahrer wie Phil Read oder unserem 2 fachen Weltmeister Dieter Braun im Vorderen Feld starten, und flog nur so davon. An der“ Ballaugh Bridge“ eine Sprungschanze ,bei der man sogar mit der Quickly abheben würde  flog nach 39Jahren etwas unerwartet unser Heinz  nur so darüber hinweg.
Ernst Hiller ,unser 6 facher Deutscher Meister konnte seinen Traum erfüllen und zum ersten Mal mit der BMW RS die TT Strecke umrunden. In seiner Aktiven Zeit als selbstständiger Fahrlehrer blieb ihm dieses Abenteuer erspart .Auch ohne TT wurde er 1958 quasi der Weltmeister der Privatfahrer auf der 500er BMW hinter den Werksteams.

 Leider wurde er genau wie Heiner Butz vom“ Travelling Marshall“ eingebremst, was aber sicherlich nicht ganz verkehrt war. Sicherheit wurde groß geschrieben, und diese Marshalls können verdammt gut Motorrad fahren. Wer nicht schon 100 Runden trainiert hat, sollte nicht sofort die Strecke Vollgas umrunden. Das hat schon zu vielen das Leben gekostet.  Peter Held hatte an der durstigen  Kompressor DKW nach den Anweisungen von Wolfgang den Tank ganz voll gemacht, zu voll denn nach dem Vorstart spritzte ihm eine Benzin Fontäne ins Gesicht. Peter klebte mit Isoband das Loch im Deckel ab, und Wolfgang vergaß das natürlich in der Aufregung  nach den ersten Kilometern abzureißen. Hin und Wieder bockte seine Kompressor DKW, bis ich endlich den Isolierband Streifen entdeckte....Er hat es dennoch geschafft, immerhin mit der fast 70 Jährigen Maschine, der ältesten aber auch lautesten im Feld. Um an den ersten Deutschen Sieg zu erinnern, fuhr Wolfgang dieses wertvolle Einzelstück selbst. Peter Held fuhr die NSU SPORTMAX und war überglücklich bei diesem tollen Event dabei sein zu dürfen. Von den 120 geladenen Gästen waren wir die einzigsten die keine TT Rennfahrer waren, dafür hatten wir aber die TT Siegermaschinen im Handgepäck. Die meisten Sammler oder Museen trauen sich nicht mehr solche Einzelstücke anzuwerfen, geschweige denn an einer solchen langen Strecke zu fahren. Unsere Italienischen Maschinen fielen wegen Elektrik aus. Heiner Butz ,der ursprünglich geplant Freitags die Rennmax fahren sollte, stoppte mit seiner Bianchi mit leerer Batterie bei „Kirk Michael“, Willi Marewski  auf Gilera schied mit Magnetüberhitzung am Windy Corner aus. Dieses Motorrad war einer der sehr bestaunten  Meilensteine dort, siehe oben Rekordrunde Mc Intyre 1957.

Wahrscheinlich war das Vorstartprozedere mit den Einzelstarts zu langwierig. Als "Newcomer" mit roten Nummerntafeln mussten wir ja ganz hinten losfahren. Das hatte aber den Vorteil, das uns keiner überholte von den Raketen bis Baujahr 1997  die vorne standen. Trotzdem waren die beiden begeistert, und der Start sowie die Hälfte der Strecke zu umrunden war ja schon etwas besonderes. Der 3 fache Weltmeister aus der Schweiz Luigi Taveri durfte nur 1 Mile mit der angeblich zu wertvollen Werks Honda von 1962 fahren, nach Anweisung der Honda Museumsverantwortlichen aus Japan.

 

Heiner wurde gleich nach dem Ausfall von netten Engländern zum Tee eingeladen, natürlich hatte er die Bianchi an einen sicheren Ort gebracht und so suchten wir ihn Stundenlang mit unserem Transporter............
Leider durften wir nach Disput des Veranstalters mit dem Motorsportverband am Freitag nicht wie versprochen bei den TT Champions und Weltmeistern mitfahren. Schade denn es waren einige unserer Motorräder wie die Rennmax und Rennfox selbst dort Champions gewesen. Man wollte nur TT Fahrer und legte auf die Motorräder nicht so viel Wert. Wir haben das akzeptiert, Werner Haas und Ruppert Hollaus sind leider nicht mehr am Leben, und wir fragten uns was machen die wenn Jim Redman, Giacomo Agostini usw nicht mehr fahren können oder wollen?
Dafür konnten wir unsere anderen Bikes auf der Promenade am Mittwoch Abend fahren. Das war eine Gaudi, wenn es auch für manches Motorrad mit geringem Lenkeinschlag (Gilera Vollverkleidet) etwas zu eng war.Wie in Monte Carlo konnten wir dort alle Maschinen abwechselt fahren.

 Am Samstag konnten wir noch beim „Southwest 100“Rennen unsere Maschinen ausstellen, und Heinz Rosner erneut seine 350er MZ fliegen lassen. Heinz war einer der gefragtesten Leute während der TT Woche und musste jede Menge Autogramme geben. Seine Bücher waren am ersten Tag bereits ausverkauft, wenn er das geahnt hätte, hätte er das Geschäft seines Lebens machen können. Wir hatten viel Spaß miteinander und auch ein Wenig die Zeit genutzt für die Insel zu besichtigen. Amüsant waren auch die Stuntshows und Burnouts Abends auf der Promenade, wenn auch alles etwas überfüllt war. Wartezeit für eine Lasagne 1,5 Stunden! T Shirts und solche Sachen waren teilweise ausverkauft. Für uns Oldtimerfans waren die modernen Motorräder die alle Plätze und Strassen verstopften, weniger erfreulich anzuschauen. Es müssen der Anzahl nach die gesamten in den letzten 5 Jahren produzierten Motorräder gewesen sein. Hin uns wieder sah man einen Klassiker, aber mit unserem VW Bus als Shuttle fühlten wir uns unter den „Heizern“ im  Strassenverkehr etwas unwohl. Mehrmals schüttelten wir über diese „Verrückten Motorradfahrer“ den Kopf. Schließlich gab es ja auch zahlreiche schreckliche und unnötige Unfälle. Wenn man sie erst mal auf so einer verrückten Insel  los lässt!

Offensichtlich half der Alkohol zu manch irrrsinnigen Aktionen. Aber die TT ist der Isle of Man heilig, und wer dorthin fährt ist „selber schuld“

 

 Ich glaube für die Geschäfte ,Kneipenbesitzer und Veranstalter war dieser Event ein toller Erfolg, aber zum Glück müssen die nicht jedes Jahr so ein Jubiläum feiern. Man konnte so manchem die Erschöpfung ansehen.
Wir werden uns noch lange an diesen Event zurück erinnern. Ein Mädel für unseren Jung Gesellen konnten wir keines finden ,aber er hat es überlebt.Die Heimfahrt lief übrigens völlig problemlos.
Nun heißt es packen für Spa!

Gruß

Wolfgang

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