Classic Rennen in Nals Oldtimerfestival am Nürburgring 24.06.-25.06.2006
Delphin III wieder in Bonneville / Salt Flats 100 Jahre TT auf der Isle of Man
![]()
Eifeler
NSU Freunde in Italien beim Classic Rennen in Nals
Dieses vom Oldtimer Club Südtirol ausgeführte Bergrennen, hat mit seiner
7.Auflage bereits einen Kultstatus in der Oldtimer Szene. Viele Raritäten sind dort
im offenen Fahrerlager zu sehen, deren Besitzer nicht mehr bei den
Materialzehrenden Rundstrecken Rennen anzutreffen sind. In Apfelhainen und
Weinbergen wunderschön zwischen Bozen und Meran gelegen, kommen die
meisten Fahrer sicherlich nicht wegen der Stecke, sondern wegen dem
Paradiesischen Ambiente.
oben
im Bergrestaurant,DDR Werksfahrer Heinz Rosner,Heiner Butz
und Ernst Hiller, einst Konkurenten
heute über 70 und noch voller Tatendrang.
Nach dem Start im Tal an der Schwanburg erwarten einen hunderte von Kurven und
zum Teil sehr starke Steilstrecken, bei dem Mann und Maschine extrem gefordert
ist.
Peter Held
mit der Sportmax am steilen Berg
Im Ziel mit herrlichem Ausblick auf Gletscher und die Dolomiten angekommen ,wird
jeder Fahrer mit Italienischer Küche und soweit er will mit Wein verwöhnt, und das
über mehrere Stunden.
Denn einen Rückweg gibt es erst wenn alle oben angekommen sind. Klar das dort
jeder einmal dabei sein will, der ein altes Motorrad sein eigen nennt.
Nachdem Wolfgang Schneider in einem der berühmtesten Classic
Motorrad-Rennteams der Welt als Mechaniker und Fahrer schon 2004 und 2005
dabei war, wurde für dieses Jahr der Auftritt von 3 berühmten NSU Motorrädern dort
geplant.

Rennmax fast oben angekommen.Hinter der Leitplanke geht es hunderte von Metern abwärts
Am Mittwoch den 24.Mai starteten unsere Clubmitglieder Peter Held und Familie
Wolfgang Schneider und Ehrenmitglied Heiner Butz zur langen Reise über die
Alpen nach Südtirol. Im Transporter waren neben BMW und DKW Rennmaschinen
eine NSU Bullus Rennmaschine von 1932 sowie im Rennanhänger eine Sportmax
und die Rennmax Blauwal.Bei diesem ersten Event in der Saison wurde im Vorfeld
geputzt und geschmiert, vor allem mußten für die teilweise 18% steile
Bergrennstrecke die von 300 auf fast 1000 Meter befahren werden mußte,
entsprechende Ritzel und Kettensätze angefertigt werden. Durch den erneuten
Wintereinbruch in der Eifel (Ende Mai) konnte nur auf dem Leistungsprüfstand
getestet werden und das auch zur späten Stunde zum Leidwesen der Einwohner
Bleckhausens.
Als Fahrer für die Motorräder waren Teambus-Trucker Peter Held auf der Bullus,
Wolfgang Schneider auf der Sportmax und Ehrenmitglied Heiner Butz auf der
Rennmax vorgesehen .
In Italien angekommen wurde zuerst einmal das Zelt für Peter gemeinsam
aufgebaut, der mit Hilfe von Cola und Red Bull 24 h auf den Beinen und am Steuer
war. In Deutschland herrschte Verkehrschaos wegen Ferienbeginn einiger
Bundesländer. Außerdem verzögerte sich die Abreise um Stunden, weil an Peters
NSU noch der Zündmagnet den Geist aufgab und gewechselt werden mußte.
Nach einer verdienten Pause am Vatertag bauten wir dann die NSU´s im
vorgesehenen Zelt des Veranstalters auf. Während die anderen 260 Starter auf
dem Campingplatz ihren Maschinen aufstellten, waren hier die Exclusivsten
Maschinen der Ehrengäste aufgestellt. Darunter die Werksmaschinen von Gilera,
MV Agusta und Moto Guzzi, was die Italiener besonders entzückte. Zusammen mit
dem Team Marewski hatten wir 20 Maschinen dort stehen,die Prominenten
nicht- NSU Fahrer waren Jim Redman 6 facher Weltmeister aus Südafrika,Dieter
Braun 2 facher Weltmeister aus Deutschland sowie Ernst Hiller 6 facher Deutscher
Meister und Lothar John 2 facher Deutscher Meister. Außerdem startete zusammen
mit uns der ehemalige NSU Sportmax Fahrer Dieter Busch.Er holte als Konstrukteur
seiner selbst gebauten Gespanne 6 Seitenwagen WM Titel mit den Fahrern
Enders/Engelhard usw.
Heiner Butz trainiert mit seiner Norton,
sitz passt hat Luft und das schon seit 1964

Neben unserem 3 fachen Deutschen Meister Heiner Butz startete auch der
ehemalige NSU Rennfahrer Roland Heck aus Stuttgart auf einer Werksgilera bei
uns. Roland hatte als einer der ersten eine NSU Sportmax und wurde Vize Meister
damit. Außerdem konnte er nach vielen Siegen auf dem NSU Sportprinz in den
60er auch damit Tourenwagen Vize Meister werden. Roland gewann unter anderem
auf Sportprinz mehrfach seine Klasse auf dem Nürburgring beim 6 Stunden
Rennen.
Alle Maschinen liefen gut, Wolfgang hatte auch alle anderen nicht NSU Maschinen
zu warten und zu starten, dabei waren ihm seine NSU Freunde Peter und Markus
Halter stets eine große Hilfe. Natürlich war auch Söhnchen Alex Schneider ständig
mit Öl verschmiert, er hatte zudem im Fahrerlager mit seiner Kinder Cross Maschine
dafür gesorgt, das dort an einigen Stellen so schnell kein Gras mehr wächst. Die
Frauen des Teams erfreuten sich während dessen einer Shopping Tour durch
Merans Innenstadt.
Bei bis zu 30 Grad im Schatten ließ es sich aber auch bis Mitternacht draußen
feiern.
Heiner setzte mal wieder die schnellsten Zeiten mit der Rennmax die nach dem
Unfall von Ruppert Hollaus von 1954 zum ersten mal wieder in Italien zu sehen war.
Erstaunlich war die hohe Anzahl von Italienischen NSU Fans,und der Anzahl der
NSU Motorräder .

Fahrerlager Idlle. Mit der Kawa trainierte Peter heimlich außerhalb der Streckensperrung
Praktisch war die Tatsache, das der Kommissar der Technischen Abnahme mit
einer Strassen Max dort anreiste ,und der vor lauter Glück eine Rennmax prüfen zu
dürfen fast nicht mehr von Sattel herunter zu bekommen war.
Am Montag den 29. Mai ganz in der Frühe mußten wir leider von diesem
Paradiesischen Flecken Erde die Rückreise antreten, weil ja für jeden zuhause
wieder die Pflicht ruft. Ausgepackt werden muß nicht den am kommenden
Pfingstwochenende geht es nach Tubbergen Holland zu einem weiteren Rennen.
Doch davon später mehr!
![]()
Am 24-25.Juni fand bei herrlichem Wetter die 2.größte Oldtimerveranstaltung
auf der größten und schönsten Rennstrecke der Welt statt.

Nach dem wunderschönen NSU Treffen in
Neckarsulm, waren hier unter anderem die
Fahrer der NSU Trophy unter dem Motto
"Kampf der Zwerge" zusammen mit ihren
ehemaligen Rivalen Fiat und Mini am Start.
Unser Clubmitglied Rainer Österbeck
wird sicherlich aus dem Cockpit in der
Rubrik "Ein Prinz gibt Vollgas" berichten.
Wer das als Prinz Fahrer nicht gesehen hat ist selber Schuld.
Sogar Bill Allen, ehemaliger US Champion auf NSU TTS 1969 war aus Californien
angereist, um sich diese einmalige Serie anzusehen.
Quartier fand er natürlich bei den Eifeler NSU Freunden im nahe gelegenen
Mannebach.
Die NSU Motorräder haben große Siege am Ring gefeiert. Da das Team Classic
Motorcycles (Wolfgang Schneider) bei der Vintage Nürburgring 5 Maschinen aus
den Jahren 1931-1939 genannt hatte, fanden sich sofort einige Ortsansässige
Clubmitglieder, die mithelfen wollten.
Es waren dabei 150 Rennwagen und Motorräder bis Baujahr 1939 zugelassen, die
jeweils Samstags und Sonntags 2 Stunden die Nordschleife und einen Teil der
Südschleife befahren sollten.
Die
Hilfsbereitschaft war so groß, das
Kurzfristig auch zusätzlich im neuen
Fahrerlager eine Ausstellung von
Nachkriegsmotorrädern realisiert werden
konnte. Vielen Dank an dieser Stelle dem
Veranstalter, der das kurzfristig
realisierte und zumindest den Helfern VIP Karten mit Verpflegung spendierte.
Bei der"Vintage" ( Nur Vorkriegfahrzeuge) war Thomas Berger mit seiner 600er
NSU Bullus und Heiner Butz auf einer 500er Bullus am Start. Diese Maschinen
haben von 1930 bis in die 50er Jahre die Rennen am Ring bestritten. Wolfgang
"mußte" DKW und BMW für einen Sammler fahren, und weitere Maschinen
vorbereiten.
Peter Held als Mechaniker und Onkel Jupp als Fotograf und Mädchen für alles
hatten mächtig viel zu tun. Vor allem neben dem Bentley VIP Zelt mußte ja das
Zelt mit den anderen Rennmaschinen auf und abgebaut, und vor allem bewacht
werden.
Geschmückt mit unseren Vereins Logos und Schautafeln, war dieser Stand sehr gut
besucht, und sicherlich als Werbung für den Club bestens geeignet. Der direkt
neben uns platzierte Bentley den Le Mans Sieger von 2003, dies passte gut zum
Gesamtbild, und lockte so unbewußt auch nicht NSU Kenner zu uns.


Dort konnte man folgende Raritäten bestaunen:
1 SPORTMAX Replika 250, 2 Originale SPORTMAX mit Vollverkleidung wie sie 1954
WM Sieger waren, 1x Rennmax Blauwal WM Sieger von Werner Haas von 1954 ,
1 DKW Werksmaschine RM 125, 1xSCHNELL HOREX 350 die sehr selten ist und 1952
Deutscher Meister war, 1x BMW RS 54 , eine absolute Rarität und als
Seitenwagenmaschine 15 mal Weltmeister, 1x KÖNIG GP 500 in Berlin 1973
gebaut vom Vizeweltmeister Kim Newcombe aus Neuseeland. Die berühmtesten
Deutschen GP Maschinen waren also versammelt wie nirgendwo sonst.
Dazu Tomas Berger´s wunderschöner NSU Rennbus und Wolfgang´s
Rennanhänger, an den Onkel Jupp seine 98er Quick anlehnte.
Mario und Stefan wechselten sich als Standwache ab während im Fahrerlager
kräftig geschraubt, und ganz ungewohnt für Oldi Rennen häufig Nachgetankt
werden mußte. Die beiden NSU liefen perfekt, während(wie schon früher) manche
anderen Fabrikate nach und nach den Geist aufgaben. Auch Wolfgang mußte in
der letzten Runde in Breitscheid die DKW zur Seite stellen, allerdings war diese
Maschine mit Kompressor für Ihn eine große Freude bis dahin. Ohne Bordfunk
ausgestattet, schwitze er fast 2 Stunden im Lederkombi, bis der Abschleppwagen
endlich kam. Andere freundliche Motorradfahrer gaben ihm bis dahin zu trinken
und Werkzeug um evtll. doch noch ins Ziel zu kommen.
Nachdem wir die Prinzen auf der GP Strecke in Aktion bewunderten, gab es im
alten und neuen Fahrerlager viele NSU Benzingespräche mit den Zuschauern, die
trotz Fußball WM zahlreich vorhanden waren.
Sonntags tauschte Wolfgang die DKW gegen eine 500er BMW von 1939. Nach 3
Runden zerbröselte die Hardy Scheibe der Kardanwelle, daher mußte er vom
Schwalbenschwanz an im Standgas zur Box tuckern. Da noch eine ganze Stunde zu
fahren war, schmuggelte er sich an der Nordschleifen Auf und Abfahrt zwischen
Döttingen und Nürburg heraus und erreichte über die Öffentliche Strasse das alte
Fahrerlager über das Offene Tor bei ZAKSPEED. Leider hatten Jupp und Peter so
viel im alten Fahrerlager zu tun, und noch nicht die "neuen" alle ausgeladen.
Wolfgang wäre um nicht aufzufallen mit der BMW von 1954 weiter gefahren.
Seine Vollverkleidete SPORTMAX stand noch da, würde aber nicht zu Vorkrieg
passen. Nach kurzer Überlegung aber war die Sucht größer. Er wußte das
Ölwechsel gemacht war, und im Tank sollte noch etwas drin sein von der letzten
Veranstaltung. Ohne Zeit zu verlieren also schob er das Ding an und fuhr durch
Nürburg bis zum Tiergarten. Schwein gehabt, Polizei war so früh am Morgen noch
nicht präsent. Dort wechselte er die Warmlaufkerze gegen die Rennkerze, zum
Glück ist an der Sportmax der Schlüssel und die Kerzen an der Verkleidung
montiert.
Einige Leute guckten blöd als dieses" Moderne" Gerät plötzlich zwischen
den Methusalem Maschinen herangebraust kam. Es wurden drei Runden, die für
Wolfgang eine wahre Freude waren, vor allem ab der Döttinger Höhe als die
Vollverkleidung die Max wie vor 50 Jahren als H.P.Müller den GP von Deutschland
gewann und später mit seiner Max Weltmeister wurde, so richtig für Top Speed
sorgte. Es war bisher noch keine SPORTMAX mit dieser ab 1957 verbotenen
Verkleidung mehr gefahren, und die Übersetzung passte zufällig haargenau. Dann
aber erinnerte sich Wolfgang das er vor Jahren einmal beim Training mit dem NSU
TT beim 500 km Rennen am Kesselchen, und beim 300km Rennen am Karussel
ohne Benzin liegen blieb. Dazu hatte er heute keine Lust.
Als er Onkel Jupp in der Hatzenbach mit der Video Kamera sah, stoppte er kurz
damit Jupp ihn einen 5 Liter Kanister besorgen sollte. Bis zur nächsten Runde
sollte er es schaffen, dann würde nachgetankt. Jupp war die ganzen Tage mit
seiner 98er Quick unterwegs, und damit unheimlich mobil. Leider reichte es nicht
mehr erneut bis zur Hatzenbach, am Sprunghügel vor dem Planzgarten stotterte
der Motor, und Wolfgang´s "NORDSCHLEIFE OHNE BENZIN DIE 3." war perfekt. Die
zahlreichen Zuschauer hatten natürlich "alle" keinen Kanister dabei (wen
wundert´s bei den Preisen?) oder fuhren DIESEL Fahrzeuge.
Nach einer Weile erbarmte sich ein Motorradfahrer und fuhr zum Fahrerlager um in
der Box Bescheid zu geben. Ein 2. kaufte auf der Döttinger Höhe einen neuen
Reservekanister und Sprit. Als Wolfgang die Sportmax betankt hatte und der
Kanister über den Zaun war, kamen auch Jupp und Peter herbei und bezahlten
dem freundlichen Mann die Rechnung.
Mittags wurde die Südschleife, oder das was von ihr übrig ist befahren. Heiner
Butz hatte seine Freude daran, er hat ja dort seine größten Siege gefeiert bis
diese gefährliche Strecke nach vielen tödlichen Unfällen Ende der 60er Jahre nicht
mehr befahren wurde.
Nachmittags durften dann plötzlich auch offiziell vom Veranstalter als Dank für
die schöne Ausstellung die neueren Maschinen beim 2 Runden Korso gestartet
werden.
Da Stefan bereits zuhause war, konnten überaschend Mario und Peter mit
2 SPORTMÄXEN über die GP Strecke fahren. Heiner Butz erhielt eine weitere
Sportmax und ein weiterer Bekannter dessen Bullus. Onkel Jupp durfte mit dem
Renntransporter und NSU Rennanhänger hinterher fahren, was den Zuschauern
sichtlich Freude gemacht hat. Zwar bremste ein Pace Car unseren Drang nach
Geschwindigkeit, aber das war sicherlich allen beteiligten egal, zumal man mit
einer Hand winken konnte.
Alles in allem ein gelungenes Wochenende, und wer behauptet immer
NSU VERRECKT IM NU?
Vielleicht sollte man das Angebot wahrnehmen und nächstes Jahr im Markenclub
Areal für jeden NSU Fahrer ein Treffen beim Oldtimer Festival organisieren. Dieses
befindet sich nun auf Beton wo früher die Kartbahn war und nicht in der
Pampa, wo wir uns vor 10 Jahren beim Oldtimer GP ärgern mußten. Das ist billig
und enthält die Eintrittskarte. Einige NSU waren schon anwesend.
![]()
Gedenken des Weltrekords auf NSU von Wilhelm Herz am 04.08.1958
Erlebt und dokumentiert von Peter Held aus Sickenhofen
Am Dienstag den 29.08.2006 begann ich die wohl aufregendste Reise meines Lebens . Wir waren ein Team von sechs Mann , die alle nur ein Ziel hatten : Die Salt Flats in Bonneville . Gigantisch , sag`ich euch ! Am Anfang hatten wir einige Probleme . Erst bekamen wir das Motorrad nicht weil die Zollpapiere nicht da waren und die Gasflaschen wollte uns auch keiner auffüllen . Aber das größte Problem löste sich auf eine ganz besondere Weise . Wir suchten verzweifelt nach einer Firma die uns in unseren Adapter ( um die Gasflaschen auffüllen zu können ) ein Zollgewinde schneiden konnte . Nach langem hin und her fanden wir einen Deutschen der 1954 , im Alter von 12 Jahren , nach Amerika ausgewandert war und aus Mannheim stammte . Nun lief alles wie von allein .


Sonntags bauten wir dann das Fahrerlager auf . Die Amis waren echt begeistert als sie unseren NSU Delphin III sahen . Montags morgens machten mein Teamkollege Winni Ostheimer und ich die Maschine technisch startklar und ließen ihren sonoren Sound erstmals erklingen
( was für ein Hochgefühl ) . Heinz Herz fuhr dann neben dem Fahrerlager ein paar Testläufe, begleitet von Film und Kamera . Am späten Nachmittag schnitten wir aus Sicherheitsgründen ein großes Loch in die Windschutzscheibe , um eine bessere Sicht während der Fahrt zu gewährleisten . Das musste ich allerdings spontan im Hänger fertig stellen , da innerhalb von sieben Minuten ein heftiger Sturm aufzog , der die Sicht auf ca 10 Meter begrenzte ( krass ! ).
Ach ja , und nebenbei sahen wir noch wie ein streamliner mit 540 km / h an uns vorbeibrüllte. Bei dem Anblick ist mir nur noch auf hessisch eingefallen :
,, Mer falle glei die Kligger aus de Hos ,, .
Am Dienstag ist es dann soweit : Heinz Herz muß auf die Bahn . Das heißt , zwei Mann am Start und zwei Mann am Ziel , die ihn dann auffangen , wenn Heinz zum vereinbarten Punkt fahren sollte – aber dazu später . Als Heinz ins Ziel kam riss er beide Arme in Siegerpose nach oben . Er ließ auf dem Weg zurück ins Fahrerlager seinen Emotionen freien Lauf und ich war einfach nur stolz . Danach waren wieder viele Fotos angesagt . Gegen Nachmittag machten Winni und ich einen großen Check der Technik . Alles war in Ordnung . Wir waren glücklich und verpassten fast Chris Car , wie er mit seinem streamliner den absoluten Motorrad-Weltrekord von 568 km/h fuhr . Wahnsinn ! Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und andere streamliner kamen angereist .
Mittwochs war zunächst warten angesagt weil die anderen streamliner jetzt gegen die Zeit fuhren und wir erst Mittags an die Reihe kamen . Das bot uns die Möglichkeit die anderen Motorräder sowohl auf der Strecke als auch im Fahrerlager genauer zu beäugen ( TÜV ? Was ist das ? ) . Dann gings los . Winni und ich fuhren mit dem Pick Up inclusive Hänger zur achten Meile , dem ausgemachten Punkt ! Als dann Herz mit vollem Speed an uns vorbei fuhr waren wir geschockt . Ohne zu überlegen rannten wir zum Pick Up und rasten Heinz wie gestochen hinterher . Heinz merkte erst jetzt , als die neunte Meile in Sichtweite kam , da ist ja keiner mehr der ihn fangen könnte . Er versuchte dann aber geistesgegenwärtig neben der Strecke einen großen Bogen zu fahren , was nicht so leicht war , da das Salz dort sehr uneben ist und leicht zum Sturz führen kann . Wir konnten unseren Ausreißer dann aber glücklicherweise doch noch in allerletzter Minute einfangen , da er ansonsten umgefallen wäre . Solange er in der Maschine steckt ist weder in der Lage alleine zu starten noch alleine anzuhalten . Die Erleichterung war riesengroß als die Maschine sicher in unseren Händen war und er wohlbehalten aussteigen konnte . Nach vielen Fotos und Filmaufnahmen ging der Tag zu Ende und wir waren geschafft .

Das Fahrerlager bauten wir dann Donnerstags nach und nach ab und ließen uns noch etwas von der tollen Atmosphäre begeistern . Im Nachhinein war alles viel zu kurz , aber das sind die Momente die man nie mehr vergisst und wenn man noch so alt wird .
![]()
100
Jahre TT auf der Isle Of Man
EIFELER NSU FREUNDE mit NSU Maschinen beim Jubiläum in
der Irischen See.
Am 1.Juni 2007 fuhren Peter Held, Heiner Butz und
Wolfgang Schneider mit 5 NSU Rennmaschinen und weiteren Exoten(insgesamt 12) aus
Deutschland und Italien und den Rennfahren Heinz Rosner und Ernst Hiller zum
Event des Jahres.
100 Jahre TT, dort wo NSU Motorsportgeschichte
geschrieben hat.2x 2. Plätze 1953 und am Ende die Doppelweltmeisterschaft.
1954 erneut Doppelweltmeister, gewann NSU die 125er
Klasse und einen 4 Fach Sieg in der 250er Klasse. Von 1955 an wurden die Sportmäxe
3x Dritter und holten viele weitere Replikas (Preise) die es in Gold Silber und
Bronze auch über den 15. Platz gibt.
Eine unglaubliche Zahl von Besuchern aus aller Welt
bestaunte zum Teil erstmals die Rennfox, Rennmax, und Original Sportmäxe seit
50 Jahren auf der Insel. NSU und heute AUDI entnahmen das TT(Tourist Trophy)
Logo für ihre sportlichen Autos.
Zunächst einmal zur Einleitung wer die Isle of Man
nicht kennt:
1907 wurde auf dem St. Johns Kurs im Süden der kleinen Englischen Insel zwischen Irland und Schottland das erste große Rennen mit Motorrädern gestartet. Es wurde von einer Norton mit Peugeot Motor gewonnen .Die Fahrradähnlichen Maschinen wurden nur in 1 oder 2 Zylinder Klasse unterteilt, also nicht in ccm wie es bis heute der Fall ist. Es waren bereits NSU Motorräder dabei, und in der Einzylinder Klasse gewann ein solches den 5. Platz. Bis zum ersten Weltkrieg konnten NSU Motorräder gute Platzierungen erzielen ,wenn es auch für Nichtengländer sehr schwierig war den Kurs zu erlernen . Ab 1919 jedoch waren Deutsche Produkte bis etwas zur Mitte der 30er Jahre Chancenlos. Wegen der Einschränkungen, die der verlorene Krieg und die Wirtschaftskriese mit sich zog, war in der Deutschen Industrie für Neuentwicklungen kein Raum. Vor allem die Englische Motorrad Industrie war uns in den 20er Jahren Haushoch überlegen. NSU bemühte sich deshalb um den Englischen Kontrukteur Walter W.Moore, der das Ruder in Neckarsulm ab 1930 herumwarf.
Mit der Königswellen NSU „Bullus“ konnte NSU sich Mitte der 30er Jahre unter die ersten 10 platzieren, aber erst Ewald Kluge wurde 1938 als erster Deutscher auf DKW Kompressor in der 250er Klasser Sieger.
Georg Meier auf BMW 500 Kompressor gewann 1939 die erste Senior TT als nicht Engländer auf einer nicht Englischen Maschine. NSU fiel mit allen in der 350er und 500er Klasse gemeldeten NSU Kompressor Maschinen 1939 aus.
Das TT Rennen ,seit 1949 im WM Kalender aufgenommen, und die Maschinen wurden immer schneller und dadurch gefährlicher. Seit 1912 wurde auf dem ca. 60 km langen Mountain Kurs gefahren, der bis heute fast unverändert die Massen fasziniert.
Werner Haas fuhr in Rekordzeit von über 90 Meilen im Schnitt 1954 zum Sieg.
1957 erreichte Mc Intyre auf einer 500er Gilera die 100 Meilen Rekordmarke (ca. 160 km/h) für die im Durchschnitt gefahrene Runde.
Durch das unaufhaltsame Wettrüsten der Werke erreichte Mitte der 50er Jahre Bill Lomas auf einer V 8 Moto Guzzi 500 auf dem langen Bergab Stück die unglaubliche Geschwindigkeit von fast 300 km/h.
Mitte der 70er boykottierten die WM Fahrer wegen der vielen schrecklichen Unfälle die TT, deren Sicherheits Zonen fast überall scharfkantige Bruchsteinmauern, Hausecken oder Bäume sind .
Der Weltverband reagierte weil niemand die Strecke umbauen wollte oder konnte , deshalb verlor die TT den GP Status. Die Fans und viele der Rennfahrer haben jedoch das Rennen bis heute wenn auch ohne Wertung in der Strassenweltmeisterschaft am Leben gehalten. Mittlerweile sind es die Superbikes die mit einem Rundendurchschnitt von über 200 km bei einer Top Speed von 350 über die schmalen Straßen und zahlreichen Ortschaften rasen. Sicherlich sind die 14 Tage wenn die TT ausgetragen wird für die Inselbewohner eine große Wirtschaftliche Einnahmequelle, denn über das Jahr ist dort nicht viel los. Möglich sind diese Straßenrennen, die übrigens im Mutterland England verboten sind, weil es auf der Isle of Man „eigene Gesetze“ gibt. Das Dreibein Symbolisiert die Eigenständigkeit“ werfe es um, es steht immer auf einem (eigenen)Bein! “ Die Katzen haben dort keine Schwänze, und es gibt eine eigene Urzeitsprache und Schrift, das „ Manx Gaelic“
Zwar gehört man zu England, kann aber dort anscheinend
machen was man will. Sogar die Pfund Noten tragen das Dreibein, und auf den
Geldmünzen sind Rennmotorräder geprägt. Leider muss man dieses Geld aber auch
dort wieder alles ausgeben, weil das Manx Geld in England nicht akzeptiert wird.
Daran sieht man zum Beispiel weshalb diese Insel anders ist als alle anderen
Inseln. Dort werden Abends jede Menge „Burnouts“ (Reifen abfackeln)oder
Wheelies auf der Promenade gemacht, die Polizei schaut dabei munter zu.Party ist
Abends an jeder Ecke, und das Peel Rock Festival deklassiert“Rock am Ring“ fast zur Dorfkirmes, zumindest
scheint es wegen der verstopften schmalen Strassen so.Besonders beliebt ist von
den Bikern Abends die Promenade beim „Bushy´s Bierzelt“ wo jede Menge
Stuntshows und Action garantiert ist.
Hier nun unser Bericht von unserer „TT 2007“ Peter und ich waren bereits 2004 dort, und konnten uns deshalb etwas besser zurecht finden als unsere „Rookies“:
" Braungebrannt, Ohren Taub von Live Musik und
Bikes, Alles prima gelaufen"am 11.Juni zurück daheim!
Also, die Anreise war etwas abenteuerlich Mit 3 Transportern und 2 Anhängern
sind wir zunächst am Freitag Abend 12 Stunden von Rotterdam bis zum nördlichen
Hull per Mammut Fähre geschippert.
Dort galt es trotz der Anhänger schnellstmöglich von der Ost zur Westküste das Land zu durchqueren. Die 240km haben wir problemlos zurück gelegt, aber dann begann das Dilemma. Per E-Mail hatten wir die Nachricht bekommen, der Gouverneur der Isle of Man hätte uns die Überfahrt verbindlich gebucht. Am Fährhafen wüsste jedoch niemand etwas davon, bzw gab es für Rosner und seinen Kumpel nur ein Rückticket 11 Tage später, hin sollte er anscheinend schwimmen. Aus Solidarität bestanden wir darauf nur zusammen mit unserem Freund überfahren zu wollen, der zwar perfekt Russisch, aber kein Englisch spricht.
Wir wurden hin und her geschickt ,stellten uns in Schlangen tausender wartender Motorradfahrer an und verzweifelten fast. Erst nach einem Wutausbruch am Ticketschalter und mehreren Telefonaten, schien ein Licht am Horizont als einige von uns schon wieder lieber nach Hause umkehren wollten. Allerdings sollte es erst um Mitternacht weitergehen. Wir suchten die nächste Kneipe auf und bei gutem Essen und Trinken verblasste die Aufregung wieder.
Wir stellten uns wieder stundenlang in die Reihe der TT Fans, und nahmen nun unser Glück selbst in die Hand. Trotz angeblich schon seit einem Jahr ausgebuchten Fähren klappte es.
Statt der gebuchten Schnell Fähre Mittags, sind wir Mitternachts auf einem Seelenverkäufer der statt 2h - 6 Stunden gebraucht hat, in Haysham gestartet. Ihr könnt Euch vorstellen was dort am Hafen los war.100000 Autos und Motorräder wollten auf einer Handvoll Fähren rüber...
Eine Woche zuvor mussten 5000 Biker abdrehen. Uns ging es besser, aber zunächst mussten wir auf unserem Rumänischen Dampfer 7 Stunden ankernd die Promenade von Douglas, der Hauptstadt der Isle of Man aus 500 Meter Entfernung ansehen, weil ohne jeden ersichtlichen Grund die Einfahrt in den Hafen verwehrt wurde.
Eigentlich war an diesem Sonntag geplant in Castletown Technische Abnahme zu machen und eine Ausstellung der Maschinen am Marktplatz.
Sorry, wer uns dort vergeblich gesucht hat.
Die Seeleute haben uns aber mit ihren eigenen Vorräten versorgt und die Herren Rennfahrer (Rosner, Hiller, Butz) erzählten uns "jungen"von alten Zeiten. Besonders spannend waren die Geschichten von dem ex DDR Motorrad Star Heinz Rosner, der als einziger 6 mal bei WM Läufen auf der TT bis 1968 und 3. der Weltmeisterschaft war....
Endlich gegen Mittag glücklich gelandet haben wir am“ Bray Hill“, der langen Bergab Geraden nach Start und Ziel unser Haus bezogen, perfekt für uns da der Paddock zu Fuß zu erreichen war. Wir hatten eine große Luxus Villa ganz für uns alleine bekommen, was die Stimmung deutlich hob.
Vom Tourismus Minister wurde das Team CLASSIC MOLTORCYCLES Wolfgang Schneider eingeladen, und hatte folgende berühmten TT Maschinen dabei:
1x NSU Rennmax, 1x NSU Rennfox, 3x NSU Sportmax ,1x BMW RS 500, 1x Gilera Quattro von Willi Marewski , Bianchi 500 von Heiner Butz ,1x DKW SS 250 K 1x DKW SS 350 1x MZ 250 und1x 350 von Heinz Rosner.
Diese wurden mit entsprechenden Info Tafeln im
Fahrerlager ausgestellt.
Der berüchtigte“ Mad Sunday“(dort können alle (verrückten) auf der
Rennstrecke fahren, bei 100000 normalerweise ein Desaster) war relativ verregnet
und der Mountain Kurs daher gefahrlos von uns Touristen im VW Bus zu umrunden.
Heiner und Ernst, sowie Peter und Willi Marewski prägten sich als
„Newcomer“ die Strecke ein, soweit das möglich war.
Von da ab ging es bergauf, schönstes Wetter, jede
Menge Fans im Fahrerlager bei uns am Stand"German GP Bikes" Dienstags
wurde die „Lap of Honour“ gestartet. Papierkram und Abnahme klappten prima.
Heinz Rosner mit der Werks MZ durfte als erfahrenerer TT Fahrer wie Phil Read
oder unserem 2 fachen Weltmeister Dieter Braun im Vorderen Feld starten, und
flog nur so davon. An der“ Ballaugh Bridge“ eine Sprungschanze ,bei der man
sogar mit der Quickly abheben würde flog
nach 39Jahren etwas unerwartet unser Heinz
nur so darüber hinweg.
Ernst Hiller ,unser 6 facher Deutscher Meister konnte seinen Traum erfüllen und
zum ersten Mal mit der BMW RS die TT Strecke umrunden. In seiner Aktiven Zeit
als selbstständiger Fahrlehrer blieb ihm dieses Abenteuer erspart .Auch ohne TT
wurde er 1958 quasi der Weltmeister der Privatfahrer auf der 500er BMW hinter
den Werksteams.
Leider wurde er genau wie Heiner Butz vom“ Travelling Marshall“ eingebremst, was aber sicherlich nicht ganz verkehrt war. Sicherheit wurde groß geschrieben, und diese Marshalls können verdammt gut Motorrad fahren. Wer nicht schon 100 Runden trainiert hat, sollte nicht sofort die Strecke Vollgas umrunden. Das hat schon zu vielen das Leben gekostet. Peter Held hatte an der durstigen Kompressor DKW nach den Anweisungen von Wolfgang den Tank ganz voll gemacht, zu voll denn nach dem Vorstart spritzte ihm eine Benzin Fontäne ins Gesicht. Peter klebte mit Isoband das Loch im Deckel ab, und Wolfgang vergaß das natürlich in der Aufregung nach den ersten Kilometern abzureißen. Hin und Wieder bockte seine Kompressor DKW, bis ich endlich den Isolierband Streifen entdeckte....Er hat es dennoch geschafft, immerhin mit der fast 70 Jährigen Maschine, der ältesten aber auch lautesten im Feld. Um an den ersten Deutschen Sieg zu erinnern, fuhr Wolfgang dieses wertvolle Einzelstück selbst. Peter Held fuhr die NSU SPORTMAX und war überglücklich bei diesem tollen Event dabei sein zu dürfen. Von den 120 geladenen Gästen waren wir die einzigsten die keine TT Rennfahrer waren, dafür hatten wir aber die TT Siegermaschinen im Handgepäck. Die meisten Sammler oder Museen trauen sich nicht mehr solche Einzelstücke anzuwerfen, geschweige denn an einer solchen langen Strecke zu fahren. Unsere Italienischen Maschinen fielen wegen Elektrik aus. Heiner Butz ,der ursprünglich geplant Freitags die Rennmax fahren sollte, stoppte mit seiner Bianchi mit leerer Batterie bei „Kirk Michael“, Willi Marewski auf Gilera schied mit Magnetüberhitzung am Windy Corner aus. Dieses Motorrad war einer der sehr bestaunten Meilensteine dort, siehe oben Rekordrunde Mc Intyre 1957.
Wahrscheinlich war das Vorstartprozedere mit den Einzelstarts zu langwierig. Als "Newcomer" mit roten Nummerntafeln mussten wir ja ganz hinten losfahren. Das hatte aber den Vorteil, das uns keiner überholte von den Raketen bis Baujahr 1997 die vorne standen. Trotzdem waren die beiden begeistert, und der Start sowie die Hälfte der Strecke zu umrunden war ja schon etwas besonderes. Der 3 fache Weltmeister aus der Schweiz Luigi Taveri durfte nur 1 Mile mit der angeblich zu wertvollen Werks Honda von 1962 fahren, nach Anweisung der Honda Museumsverantwortlichen aus Japan.
Heiner wurde gleich nach dem Ausfall von netten Engländern
zum Tee eingeladen, natürlich hatte er die Bianchi an einen sicheren Ort
gebracht und so suchten wir ihn Stundenlang mit unserem Transporter............
Leider durften wir nach Disput des Veranstalters mit dem Motorsportverband am
Freitag nicht wie versprochen bei den TT Champions und Weltmeistern mitfahren.
Schade denn es waren einige unserer Motorräder wie die Rennmax und Rennfox
selbst dort Champions gewesen. Man wollte nur TT Fahrer und legte auf die Motorräder
nicht so viel Wert. Wir haben das akzeptiert, Werner Haas und Ruppert Hollaus
sind leider nicht mehr am Leben, und wir fragten uns was machen die wenn Jim
Redman, Giacomo Agostini usw nicht mehr fahren können oder wollen?
Dafür konnten wir unsere anderen Bikes auf der Promenade am Mittwoch Abend
fahren. Das war eine Gaudi, wenn es auch für manches Motorrad mit geringem
Lenkeinschlag (Gilera Vollverkleidet) etwas zu eng war.Wie in Monte Carlo
konnten wir dort alle Maschinen abwechselt fahren.
Am Samstag konnten wir noch beim „Southwest 100“Rennen unsere Maschinen ausstellen, und Heinz Rosner erneut seine 350er MZ fliegen lassen. Heinz war einer der gefragtesten Leute während der TT Woche und musste jede Menge Autogramme geben. Seine Bücher waren am ersten Tag bereits ausverkauft, wenn er das geahnt hätte, hätte er das Geschäft seines Lebens machen können. Wir hatten viel Spaß miteinander und auch ein Wenig die Zeit genutzt für die Insel zu besichtigen. Amüsant waren auch die Stuntshows und Burnouts Abends auf der Promenade, wenn auch alles etwas überfüllt war. Wartezeit für eine Lasagne 1,5 Stunden! T Shirts und solche Sachen waren teilweise ausverkauft. Für uns Oldtimerfans waren die modernen Motorräder die alle Plätze und Strassen verstopften, weniger erfreulich anzuschauen. Es müssen der Anzahl nach die gesamten in den letzten 5 Jahren produzierten Motorräder gewesen sein. Hin uns wieder sah man einen Klassiker, aber mit unserem VW Bus als Shuttle fühlten wir uns unter den „Heizern“ im Strassenverkehr etwas unwohl. Mehrmals schüttelten wir über diese „Verrückten Motorradfahrer“ den Kopf. Schließlich gab es ja auch zahlreiche schreckliche und unnötige Unfälle. Wenn man sie erst mal auf so einer verrückten Insel los lässt!
Offensichtlich half der Alkohol zu manch irrrsinnigen Aktionen. Aber die TT ist der Isle of Man heilig, und wer dorthin fährt ist „selber schuld“
Ich glaube für
die Geschäfte ,Kneipenbesitzer und Veranstalter war dieser Event ein toller
Erfolg, aber zum Glück müssen die nicht jedes Jahr so ein Jubiläum feiern.
Man konnte so manchem die Erschöpfung ansehen.
Wir werden uns noch lange an diesen Event zurück erinnern. Ein Mädel für
unseren Jung Gesellen konnten wir keines finden ,aber er hat es überlebt.Die
Heimfahrt lief übrigens völlig problemlos.
Nun heißt es packen für Spa!
Gruß
Wolfgang